Die Gundsteinlegung für die römisch-katholische Pfarrkirche St. Dionysius war am 4. Juli 1915. Erzbischof Jakobus von Hauck weihte die Kirche am 14.10.2017 ein.
Die Innenausstattung stammt aus der um 1715 entstandenen, hauptsächlich gegen Mitte des 18. Jahrhunderts eingerichteten Kapelle des Deutschordensschlosses. Die Virnsberger Dorfkirche wurde damals mit dem Inventar der Schlosskapelle ausgestattet, da dem damaligen Besitzer des Schlosses die Gottesdienstbesucher störten, die durch sein Gelände und das Schloss gehen mussten. Schon seit 1914 gab es Verhandliungen mit Frhr. Giesbert von Friesen und der Bayerischen Staatsregierung wegen eines Geländes für einen Kirchenneubau. Es wurde ein Grundstück vom Gastwirt Michel Scheidl gekauft und der Grundstein am 4. Juli 1915 gelegt.
Das heilige Grab wurde bis in die frühen 60er Jahre des 20. Jahrhunderts alljährlich in der Karwoche vor dem Hochaltar aufgebaut. Es entstand vermutlich zwischen 1765 und 1770 und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele dieser Gattung; zählt daher zu den Kostbarkeiten fränkischer Volkskunst. Heilige Gräber stellten in katholischen Gegenden das Karfreitagsgeschehen als Bildpredigt dar. Das Virnsberger Heilige Grab gehört zu den kunsthistorisch bedeutendsten seiner Art. Es ist ein Denkmal früherer Frömmigkeit, das zugleich an die große Vergangenheit des Deutschritterordens und seiner Virnsberger Komturei erinnert. Das Kulissengrab wurde 1917 mit der vollständigen Einrichtung der Schlosskapelle der Komturei in die Pfarrkirche St. Dionysius in Virnsberg gebracht. Die kulissenhafte Darstellung ist eine der wenigen gut erhaltenen handwerklichen Arbeiten aus der Barockzeit im süddeutschen Raum. Es ist seit 2001 als Dauerausstellung in einem extra errichteten Gebäude in direkter Nähe zur Kirche zu sehen.